Sankt Donatus

Name bedeutet: der Geschenkte (latein.)

Gedenktag katholisch: 30. Juni

 

S. Donatus, (30. Juni), ein Martyrer zu Rom, der im Cömeterium der hl. Agnes begraben und im Jahre 1652 auf Bitten der Jesuiten nach dem neuerrichteten Collegium zu Münstereifel in Jülich gebracht wurde. Er wird gegen Gewitter und Hagel angerufen. In Pfersee (einem Pfarrorte, eine halbe Stunde westlich von Augsburg) wird jedesmal am Dreifaltigkeitssonntage Nachmittags das Andenken eines hl. Donatus, Patrons der Jugend und gegen Gewitter, auf feierliche Weise mit Predigt, Litanei und Procession begangen. Obwohl dieser hl. Donatus dem Bruderschaftsbüchlein gemäß, das daselbst ausgetheilt wird, der Legio Fulminans oder Fulminatrix angehört haben soll, so ist es doch sehr wahrscheinlich, daß er mit dem oben Bezeichneten identisch ist. Dieser Ansicht ist auch Wolfgang Menzel in seiner Symbolik (I. 140), wo er von ihm sagt, er habe jener Legion angehört, und mit ihr durch Gebet Regen vom Himmel für Marcus Aurelius verdurstendes Heer und zugleich Blitze gegen den Feind erfleht. Seine Reliquien, setzt Menzel bei, sind zu Münstereifel aufbewahrt, und werde er daselbst als Schutzheiliger gegen das Einschlagen des Blitzes angerufen. Butler indeß schreibt von unserm Heiligen, eine gesunde Kritik könne seine später entstandene Lebensgeschichte durchaus nicht annehmen, und sei sein Name erst seit jener Translation bekannt geworden. Man fand nämlich seinen Leib zu Rom nach dessen Tod bei dem Jesuiten Balthasar Ballonus, der ihn vom Cardinal Ginetti als Anerkenntniß der Verdienste, die er sich in Aufsuchung der Reliquien erworben, geschenkt erhalten hatte. Florentius von Montmorency, damals Ordensgeneral, nahm diesen Leib in Anspruch und verehrte ihn im Jahre 1649 dem besagten Collegium zu Münstereifel, wohin sie, wie bemerkt, im Jahre 1652 kamen. Im Trierschen wird sein Fest am 2. Sountag im Juli gefeiert. 

 

 

 

Donatus von Münstereifel

 

Reliquien eines Unbekannten wurden 1646 in der Katakombe der Agnes nahe Rom gefunden. Auf dem Grab wurden sie als "vom heiligen Märtyrer Donatus" beschrieben. 

Der Legende nach ist Donatus gegen Ende des 2. Jahrhunderts in Rom geboren, sein Vater hieß demnach Faustus, seine Mutter Flaminia. In der römischen Armee war er Anführer einer Legion, die in einer Schlacht gegen die Germanen umzingelt wurde. Die Lage verschlechterte sich von Tag zu Tag, das Trinkwasser wurde knapp. Die Römer beteten zu ihren Göttern, doch nichts geschah. Schließlich betete Donatus als überzeugter Christ zu Gott, worauf es anfing zu regnen; die Germanen wurden durch Sturm und Gewitter davongejagt, die Römer hehrten siegreich heim. Donatus dankte Gott, versprach in Zukunft nur ihm zu dienen und niemals zu heiraten; der Kaiser machte ihn zum Kommandanten seiner Leibwache. Schließlich sollte Donatus die Enkelin des Kaisers, Alexandria, heiratete, was er auf Grund seines Gelüdes verweigerte. Er wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. 

Die Reliquien kamen 1652 als Schenkung an das Jesuitenkolleg von Münstereifel. Strömender Regen verwandelte sich beim Herannahen in strahlenden Sonnenschein. In Euskirchen wurde am Tag der Überführung eine Messe gelesen, der Blitz schlug in die Kirche ein und verletzte den Priester schwer. Er bat Donatus um Hilfe und wurde völlig geheilt. 

"Donatus" gilt seither als Wetterheiliger und in der Gegend um Köln und in der Eifel als Angehöriger der "Legio fulminata". Häufig verehrt wird er auch in Niederösterreich.

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